Squash-Wetten in Österreich: Anbieter, Recht und Quoten im Überblick
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Sportwetten sind in Österreich Ländersache. Es gibt keine bundesweite Lizenz und kein nationales Register, sondern neun Landesgesetze, neun Bewilligungsbehörden und eine Wettgebühr, die jeder Wetteinsatz seit April 2025 schuldet. Wer auf Squash wetten will, bekommt hier die Grundlagen: was eine Quote ist, wie die Marge den Preis drückt, welche Anbieter eine österreichische Bewilligung nennen und welche nicht, und was beim Spielerschutz je Anbieter greift.
Stand: November 5, 2026 · geprüft gegen die aktuellen Angaben der Anbieter und die genannten Landesgesetze.
Was Squash zu einer eigenen Wettdisziplin macht
Squash ist eine Hallensportart, die Saisonkalender ist eng getaktet: PSA-Turniere, die World Tour, World Championships, einzelne Nationalverbände. Für Wettanbieter heißt das, dass die meisten Squash-Quoten auf relativ wenigen, gut dokumentierten Events beruhen — ähnlich wie beim Tennis, nur mit kleinerem Wettprogramm. Das wirkt sich auf drei Dinge aus.

Erstens ist die Zahl der Squash-Märkte je Anbieter kleiner als bei Fußball oder Tennis. Match-Winner, Satz-Wetten, Handicap und Over/Under-Games gehören zum Standard; lange Tennis-Listen mit Aufschlag-, Break- oder Fehler-Quoten sucht man bei Squash oft vergebens.
Zweitens schwankt das Quotenniveau. Eine kleinere Marktabdeckung heißt nicht automatisch bessere Preise, oft ist das Gegenteil der Fall: weniger Liquidität, weniger Quotierer, weniger Wettbewerb. Eine Quote von 1,90/1,90 in einem Zwei-Wege-Markt trägt zum Beispiel rechnerisch eine Marge von rund 5 % — das klingt niedrig, läge aber im günstigsten Fall am unteren Rand dessen, was Buchmacher für Squash tatsächlich anbieten.
Drittens ist Live-Wetten bei Squash nur eingeschränkt verfügbar. Die Halle, das schnelle Spiel, das oft eingespielte, kleinere Wettprogramm: alles Gründe, warum In-Play-Quoten seltener angeboten werden als bei Ballsportarten mit großem Publikum. Wer Squash live wetten will, prüft am besten vor Turnierbeginn, ob der Anbieter überhaupt Live-Quoten anbietet — und falls ja, ob Cash-Out zur Verfügung steht.
Wer Squash wettet, sollte das Wettprogramm vor Turnierbeginn einmal vollständig durchsehen: Welche Märkte sind im Angebot, fehlen Handicap und Over/Under-Games, steht der Match-Winner auch in einer Handicap-Variante zur Verfügung? Auf dieser Grundlage entscheidet sich, ob der Anbieter für die laufende Saison passt.
Squash-Quoten: was die Zahl bedeutet, was die Marge kostet
Jede Quote spiegelt zwei Dinge: die Wahrscheinlichkeitseinschätzung des Buchmachers und den Preis, den er für diese Einschätzung verlangt. Den Preis nennt die Branche Marge. Sie ist in jeder einzelnen Quote versteckt und kein Zusatz, den man abwählen kann.
Das Rechenmodell dahinter ist einfach. Für einen Zwei-Wege-Markt mit den Quoten Q1 und Q2 berechnet sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/Q1 + 1/Q2). Die Marge ist 1 minus diese Auszahlungsquote.
Für ein illustratives Beispiel mit zwei ausgeglichenen Quoten von 1,90 / 1,90 ergibt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95 — also 95 %. Die Marge liegt bei rund 5 %. Jeder Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, wird im Schnitt zu 95 Cent ausgeschüttet; 5 Cent behält der Buchmacher pro umgesetztem Euro.
Bei einem ausgeglichenen Drei-Wege-Markt — etwa bei der Weltmeisterschaft mit Hin- und Rückspiel, würde eine typische Buchmacher-Aufteilung 2,30 / 3,40 / 2,90 lauten. Die Auszahlungsquote läge dann bei rund 93 %, die Marge bei rund 7 %. Wer Squash-Quoten zwischen Anbietern vergleicht, vergleicht tatsächlich Margen.
Margen von Squash-Märkten sind in den untersuchten Daten nicht eigens ausgewiesen. Die Tabelle rechts rechnet mit Bandbreiten, die für Rückschlagsportarten typisch sind; konkrete Werte stehen beim Anbieter im jeweiligen Wettprogramm.
Für das Verständnis zählt nicht ein einzelner Prozentwert, sondern das Muster: Squash-Märkte haben in der Regel eine höhere Marge als Fußball-1X2, weil der Markt kleiner ist und die Buchmacher weniger Wettbewerb haben. Eine typische 1X2-Marge bei großen Fußball-Ligen liegt näher an 3-5 %, während Squash-Märkte eher 6-10 % tragen — abhängig vom Anbieter und vom Event.
Praktische Konsequenz: Bei einem 10-€-Einsatz zur Quote 2,00 und einer angenommenen Marge von 7 % auf einem vergleichbaren Drei-Wege-Markt zahlt der Markt im Schnitt 9,30 € an die Wettenden zurück. Die übrigen 70 Cent sind der Preis, den jeder bezahlt, der auf diesem Markt setzt — egal ob die Wette gewinnt oder verliert.
Live-Wetten und Cash-Out bei Squash
Live-Wetten auf Squash sind ein Sonderfall. Die Hallenübertragung ist nicht immer lizenzfrei verfügbar, die Spielgeschwindigkeit ist hoch, die Pausen sind kurz. Viele Anbieter bieten In-Play-Quoten nur für die großen PSA-World-Tour-Events an, nicht für Challenger- oder Qualifier-Turniere.
Was das Live-Angebot konkret trägt, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden:
- Pre-Match-Quoten auf Match-Winner, Handicap und gelegentlich Over/Under-Games bei nahezu allen größeren Anbietern
- Live-Quoten auf ausgewählte Märkte in den Hauptrunden der PSA-Tour, oft mit Cash-Out
- Satzgenaue Wetten (Wetten auf den nächsten Satz, exaktes Ergebnis nach Sätzen) bei den besser ausgestatteten Anbietern
Cash-Out — also die Möglichkeit, eine Wette vor dem Ende des Spiels zurückzukaufen — hängt vom Anbieter ab, nicht vom Sport. Wer Squash mit Cash-Out spielen will, prüft die Cash-Out-Verfügbarkeit im Wettschein und nicht im Wettprogramm: Cash-Out ist eine Wettschein-Funktion, die der Anbieter je nach Markt und Sport freischaltet.
Wichtig zu wissen: Die Marge für Live-Märkte liegt meist höher als für Pre-Match-Märkte. Drei bis fünf Prozent zusätzlich sind üblich, weil der Anbieter das Risiko schnell wechselnder Spielstände tragen muss. Wer auf Squash live wettet, zahlt diesen Preis in der Regel mit.
Wer Squash-Quoten anbietet: das Bild in Österreich
Squash ist kein Pflichtprogramm der meisten Buchmacher. Welche Anbieter Squash-Quoten listen, hängt vom Wettprogramm ab, das jeder Anbieter pflegt. In Österreich kommen zwei Gruppen infrage: Anbieter mit einer Bewilligung eines Bundeslandes und Anbieter ohne österreichische Bewilligung, deren Lizenz in einem anderen Land sitzt.
Die Unterscheidung ist keine Qualitätsaussage. Sie beschreibt, welcher Rahmen gilt: eine Bewilligung eines Bundeslandes bedeutet eine österreichische Aufsichtsbehörde, an die sich der Spieler wenden kann, und die Land-regeln zum Spielerschutz greifen. Eine Lizenz aus Malta, Anjouan oder Curaçao bedeutet, dass der Anbieter einer ausländischen Aufsicht unterliegt und keine österreichische Behörde für das Produkt zuständig ist. Welcher der beiden Wege der richtige ist, hängt davon ab, was der Wettende sucht — die Bewilligung gibt einen Rahmen, aber nicht jeder Wettende braucht diesen Rahmen.
Für die folgende Liste gilt: Die Reihenfolge entspricht den relevanten Squash-Angeboten der Anbieter. Sie ist nicht als Rangordnung zu lesen.
| Marke | Österreichische Bewilligung | Lizenz laut Anbieter |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung Niederösterreich | NÖ Wettgesetz |
| win2day | Bewilligung Niederösterreich | NÖ Wettgesetz |
| Admiral | Bewilligung Oberösterreich | Oö. Wettgesetz |
| Starsportwetten | Bewilligung (Bundesland nicht veröffentlicht) | Bewilligungsbescheid vom 8. März 2022 |
| Vierklee | Bewilligung Tirol | Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz |
| Merkur Bets | Bewilligung (Bundesland nicht veröffentlicht) | nicht im Impressum veröffentlicht |
| Wildsino | ohne österreichische Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen |
| Dragonia | ohne österreichische Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen |
| Hahaspin | ohne österreichische Bewilligung | Anjouan Offshore Finance Authority |
| Betway | ohne österreichische Bewilligung | Malta Gaming Authority |
Die genannten Lizenzen sind die, die der jeweilige Anbieter im Impressum, in den AGB oder im Google-Play-Eintrag nennt. Sie sind kein Werturteil über die Seriosität des Anbieters; sie sind die Information, die dem Wettenden zur Verfügung steht, wenn er prüfen will, welche Aufsicht greift.
Rechtslage: warum es in Österreich keine bundesweite Lizenz gibt
Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes. Das hat der Verwaltungsgerichtshof schon 2015 festgestellt: Der klassische Sporttoto ist ein Geschicklichkeitsspiel und fällt daher nicht unter das GSpG. Damit gibt es für Sportwetten keine Bundeskompetenz, keine Bundeslizenz und kein Bundesregister.

Die Konsequenz: Jedes der neun Bundesländer hat sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Bewilligungsbehörde. Niederösterreich regelt das im NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020), Oberösterreich im Oö. Wettgesetz, Wien im Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), Tirol im Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Für Online-Wetten hängt die Anwendbarkeit am Ort der Datenbereitstellung: Wo der Server steht, von dem aus die Wette angeboten wird, dort gilt das Wettgesetz des betreffenden Bundeslandes (VwGH 9.4.2026, Ra 2025/02/0037, Oö. Wettgesetz).
Für den Wettenden heißt das: Es gibt keine Liste „alle österreichischen Buchmacher“, an der man sich orientieren kann. Wer prüfen will, ob ein Anbieter eine österreichische Bewilligung hat, wirft einen Blick ins Impressum oder in die Wettordnung des Anbieters. Was dort über die Bewilligung steht, ist die Information, die der Anbieter selbst gibt.
Wetten auf Politik oder TV-Shows sind nach den meisten Landesgesetzen nicht zulässig. Wetten auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel und können nicht von einem Bundesland bewilligt werden — sie fallen unter das GSpG. E-Sports sind rechtlich nicht eindeutig einzuordnen; der Wettende sollte hier nichts voraussetzen.
Was darf gesetzt werden? Die Landesgesetze setzen unterschiedliche Einsatzgrenzen: In Oberösterreich und Niederösterreich 500 € pro Wette, an Wiener Terminals ohne Schalter 50 € pro Wette. Für Online-Wetten außerhalb der genannten Länder ist die Höhe nicht bundeseinheitlich geregelt. Der Wettende findet das konkrete Limit in der Wettordnung des Anbieters.
Was im jeweiligen Bundesland möglich ist
Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis. Oberösterreich beschränkt Live-Wetten auf einen numerischen Zwischenstand, das Endergebnis oder „Wer erzielt das nächste Tor“ (übertragen auf den nächsten Punktgewinn bei Squash). Niederösterreich ist hier nicht eindeutig geregelt. Wer in einem anderen Bundesland wettet, sollte die spezifische Regelung prüfen.
Was die Wettgebühr konkret bedeutet
Seit dem 1. April 2025 beträgt die Wettgebühr 5 % des Wetteinsatzes. Bis zum 31. März 2025 waren es 2 %. Die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt — also der Wettanbieter, nicht der Wettkunde. Wie der Anbieter die Gebühr weitergibt, ist seine Entscheidung.
tipp3 behandelt das offen: Bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die Gebühr selbst. Bei gewonnenen Wetten werden 5 % vom Gewinn abgezogen. Ein Beispiel aus der tipp3-Hilfe: Einsatz 10 €, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 €, Auszahlung 19 €. Gewinne aus Cash-Outs, Ja/Nein- und „Alle 7“-Wetten sind vom Abzug ausgenommen.
Für den Wettkunden ändert sich damit eines: Der Bruttogewinn ist nicht gleich Auszahlung. Wer 5 % vom Gewinn schuldet, bekommt im Beispiel oben 19 € statt 20 €. Bei kleineren Gewinnen fällt das kaum ins Gewicht, bei größeren Gewinnen durchaus.
Der Bundesfinanzhof hat eine Beschwerde eines Buchmachers gegen die 5 % abgewiesen (BFG 12.5.2026, RV/7100519/2026). Die Gebühr ist also bestandskräftig.
Bußgelder und Rechtsfolgen
Die Landesgesetze sehen Bußgelder für Betreiber ohne Bewilligung vor: Wien bis 22.000 €, Oberösterreich bis 20.000 €. Für Wettkunden, die bei einem nicht bewilligten Anbieter spielen, ist kein Bußgeld vorgesehen. Gerichtliche Entscheidungen, die Verluste aus Sportwetten bei nicht bewilligten Anbietern zurückforderten, existieren für Sportwetten bisher nicht — anders als im Casinobereich, wo Gerichte bereits Verluste aus Online-Casinos ohne Konzession zurückgeurteilt haben.
Spielerschutz: was je Anbieter gilt
Eine bundesweite Selbstsperre für Sportwetten gibt es nicht. Es gibt keine Bundesbehörde und kein Bundesregister, an das sich ein Anbieter halten müsste. Der Spielerschutz ist stattdessen Sache des Anbieters und des Bundeslandes, in dem die Bewilligung sitzt.
Mindestalter: 18 Jahre. Anbieter geben das in ihren AGB selbst an; die Wiener und oberösterreichischen Landesgesetze setzen es selbst. tipp3 nennt die Volljährigkeit explizit als systemtechnisch vorgegebene Voraussetzung.
Selbstsperre und Spielpause: tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren. Während der Spielpause bleibt das Guthaben auf dem Konto; während der Selbstsperre wird das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen. Beide Sperren sind nach Beginn nicht aufhebbar — wer sich sperrt, bleibt gesperrt.
Einzahlungs-, Einsatz- und Verlustlimits: Die meisten Anbieter setzen eigene Limits, die der Wettkunde im Profil selbst einstellt. tipp3 erlaubt ein wöchentliches Einzahlungslimit bis 1.950 €, ein tägliches Einsatzlimit bis 10.000 € und ein wöchentliches Verlustlimit bis 5.000 €. Erhöhungen wirken erst nach 72 Stunden, Herabsetzungen sofort. win2day setzt für unter 26-Jährige ein Wochenlimit von 250 € (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren ein Monatslimit von 1.680 €. Beide Limits sind auf Antrag individuell erhöhbar; Gewinne zählen nicht zum Limit.
Eine bundesweite Selbstsperre — wie es sie etwa für Online-Casinos seit 2026 im Rahmen der Glücksspielreform geben soll — ist für Sportwetten aktuell nicht in Sicht. Das Glücksspielreformgesetz 2026 (Stand 14.10.2026 noch im Entwurf) plant ein Sperrregister und ein Limitregister für Glücksspiel im Sinne des GSpG; Sportwetten fallen nicht darunter.
Wenn Hilfe nötig ist
Wer merkt, dass Wetten überhandnimmt, kann sich an die österreichische Spielerschutz-Plattform playsponsible.at wenden. Das ist die zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um Spielsucht. Bei den meisten Anbietern ist die Selbstsperre direkt im Profil möglich — wer sie nutzt, sollte danach nicht versuchen, sich vor Ablauf der Frist wieder freischalten zu lassen.
Die Top-Anbieter im Vergleich
Die folgende Liste enthält zehn Anbieter, die für Squash-Wetten relevant sind. Sie gliedert sich in zwei Gruppen: Anbieter mit einer österreichischen Bewilligung (1-6) und Anbieter ohne österreichische Bewilligung (7-10). Die Gruppe 1-6 wird zuerst dargestellt, weil dort der Rahmen der Aufsicht durch österreichische Behörden klar ist.
tipp3 — der heimische Vollanbieter
tipp3 wird von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. (Wien, Firmenbuchnummer 196645i, Handelsgericht Wien) betrieben. Die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020), basierend auf dem NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020). tipp3 gibt die Gebühr offen weiter und behandelt sie bei verlorenen Wetten intern.
Das Wettprogramm ist breit, Squash gehört zum Standardangebot. Die Annahmestellen in Österreich zählen aktuell über 3.600 (Hilfe-Seite des Anbieters, ältere Quellen sprechen von rund 3.300 Trafiken und Annahmestellen). Die Online-Plattform Tipp3.at, die Trafik-App und die Annahmestellen teilen sich denselben Wettschein-Pool.
Einzelwetten sind erst ab Quote 1,06 erlaubt — niedrigere Quoten gehen nur in Kombi- oder Systemwetten. Eine Kombiwette kann 3 bis 10 Tipps verbinden.
Verdienst: Wer einen heimischen Anbieter mit breitem Wettprogramm und klar dokumentierter Lizenz sucht, ist hier richtig. Wer die Trafik-Annahmestellen schätzt und das Online-Angebot parallel nutzen will, bekommt beides aus einer Hand.
win2day — Sportwetten im Lottokonzern
win2day wird von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH betrieben und nennt dieselbe NÖ Bewilligung wie tipp3 (Bescheid vom 10.12.2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020). Wichtig zu wissen: Diese Bewilligung betrifft nur die Sportwetten. Das übrige Angebot auf win2day — Lotterien, Casino-Spiele — läuft über die bundesweite GSpG-Konzession und folgt damit einem anderen Regelwerk.
Die Einzahlungslimits sind im Profil einzustellen: unter 26 Jahren maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Auf Antrag können die Limits erhöht werden; Gewinne zählen nicht zum Limit.
Verdienst: Wer schon ein Lotto-Konto hat und parallel Sportwetten mit dokumentierter Lizenz spielen will, bekommt beides unter einem Dach. Wer Casino und Sport trennen will, sollte zwei separate Konten führen — sie unterliegen unterschiedlichen Regeln.
Admiral — der oberösterreichische Wettanbieter
Admiral nennt eine Bewilligung der Oberösterreichischen Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Die ADMIRAL Sportwetten GmbH hat ihren Sitz in Gumpoldskirchen und war Teil der Novomatic-Gruppe. Das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet; von 2001 bis 2006 war es an der Wiener Börse notiert.
Admiral ist eine der wenigen Marken, die in Österreich über ein flächendeckendes Terminal- und Shop-Netz verfügen. Das macht es für Wettkunden interessant, die sowohl online als auch im stationären Geschäft wetten wollen. Squash gehört zum Wettprogramm, ohne dass es der Marke einen besonderen Status gibt.
Verdienst: Wer ein stationäres Netz schätzt und parallel online spielen will, hat hier einen Anbieter mit klar dokumentierter Landesbewilligung. Wer ein reines Online-Angebot sucht, wird das bei Admiral ebenso finden — der Mehrwert liegt eher im Netz als im Online-Programm.
Starsportwetten — junger Anbieter mit Bewilligungsbescheid
Starsportwetten nennt im Google-Play-Eintrag einen Bescheid vom 8. März 2022. Welches Bundesland den Bescheid erteilt hat, ist nicht veröffentlicht; auch die Bescheidnummer fehlt in der Außendarstellung des Anbieters. Damit ist klar, dass eine Bewilligung vorliegt — aber nicht, welches Landesgesetz sie trägt.
Die App ist im Google Play Store verfügbar und spricht damit vor allem mobile Wettkunden an. Das Wettprogramm ist auf Squash nicht spezialisiert, Squash gehört aber zum Standardportfolio.
Verdienst: Für Wettkunden, die eine Bewilligung suchen und bereit sind, den fehlenden Landeshinweis zu akzeptieren. Die Quellenlage ist hier dünner als bei tipp3 oder win2day, das macht den Anbieter nicht unsicherer, aber auch nicht überprüfbarer.
Vierklee — Tiroler Bewilligung, kleines Programm
Vierklee nennt im Impressum die Lizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung. Rechtsgrundlage ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Der Online-Dienst wird unter derselben Lizenz betrieben.
Das Wettprogramm enthält die gängigen Sportarten; Squash ist Teil des Angebots, das Image der Marke ist eher regional. Für Neukunden wird ein Bonus bis 100 € angekündigt, die konkreten Bonusbedingungen sind auf der Info-Seite nicht dargestellt.
Verdienst: Wer einen regionalen Anbieter mit dokumentierter Bewilligung sucht und das Tiroler Wettgesetz als Rahmen akzeptiert. Wer den Schwerpunkt auf ein breites Squash-Programm legt, sollte vorangehen und prüfen, ob die Märkte im aktuellen Wettprogramm enthalten sind.
Merkur Bets — die Cashpoint-Nachfolger
Die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group, früher Cashpoint Sportwetten, tritt seit Juni 2025 unter dem Namen Merkur Bets auf. Der Sitz war in Gerasdorf bei Wien, das Unternehmen wurde 1996 gegründet. Welches Bundesland die Bewilligung erteilt hat, veröffentlicht der Anbieter derzeit nicht.
Die Marke steht für ein breites stationäres Netz und Online-Angebot. Squash gehört zum Wettprogramm, der Schwerpunkt liegt auf Ballsportarten mit Publikum.
Verdienst: Wer einen Anbieter mit österreichischer Geschichte sucht und einen Markenwechsel nicht scheut. Die fehlende Veröffentlichung des Bewilligungslandes ist ein Punkt, den der Wettkunde im Impressum prüfen sollte.
Wildsino — ohne österreichische Bewilligung
Wildsino nennt keine österreichische Bewilligung. Das Sportaktionsprogramm umfasst unter anderem einen wöchentlichen Reload-Bonus (50 % bis 500 €), einen Cashback-Bonus (10 % bis 500 €), Accumulator Boost, Early Payout und „Bore Draw“. Ob und welche Lizenz die Marke in ihrem Heimatland trägt, ist nicht öffentlich einsehbar.
Verdienst: Wer bereit ist, ohne österreichische Bewilligung zu wetten und sich auf das Aktionsprogramm konzentriert. Die Frage, ob das Angebot rechtlich in Österreich genutzt werden kann, hängt vom jeweiligen Landesgesetz ab und ist nicht abschließend geklärt.
Dragonia — ohne österreichische Bewilligung
Dragonia bietet einen Sport-Willkommensbonus von 100 % auf die erste Einzahlung bis 100 €, Mindesteinzahlung 20 €. Für Spieler aus Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz ist der Höchstbonus mit 200 € angegeben. Eine österreichische Bewilligung für das Angebot liegt nicht vor.
Verdienst: Wer einen Bonusanbieter ohne österreichische Bewilligung akzeptiert. Anjouan als Lizenzbasis ist kein österreichisches Gütesiegel — wer auf die Lizenz achtet, sollte sich bewusst sein, dass er hier außerhalb des österreichischen Rahmens wettet.
Hahaspin — Anjouan-Lizenz
Hahaspin nennt als Betreiber „Win Top Ltd“ mit einer Lizenz der Anjouan Offshore Finance Authority (Nr. ALSI-202509029-FI1). Die Lizenznummer steht auch in der Copyright-Zeile des Footers. Eine österreichische Bewilligung liegt nicht vor.
Verdienst: Wer eine kleine Marke mit klar ausgewiesener Lizenz (wenn auch nicht österreichischer) sucht. Das Anjouan-Regime ist leichter zugänglich als eine EU-Lizenz, was die Lizenz selbst nicht entwerten soll, aber eine andere Aufsichtsstruktur bedeutet.
Betway — Malta-Lizenz
Betway ist eine 2006 gegründete britische Glücksspielmarke der Super Group (an der NYSE unter SGHC notiert, seit Jänner 2022) mit Hauptsitz in Gżira, Malta. Eine österreichische Bewilligung nennt der Anbieter nicht.
Das Wettprogramm ist eines der breitesten im Markt, Squash ist enthalten. Betway ist ein bekannter Name mit langer Historie und großer Liquidität.
Verdienst: Wer einen großen, international aufgestellten Anbieter mit EU-Lizenz (Malta) bevorzugt. Eine österreichische Bewilligung bedeutet es nicht — wer diese sucht, ist bei Betway an der falschen Adresse.
Einordnung der Anbieter
Die Einteilung „mit österreichischer Bewilligung“ und „ohne österreichische Bewilligung“ ist nicht wertend. Sie spiegelt die Information, die der jeweilige Anbieter selbst veröffentlicht oder nicht veröffentlicht. Wer auf der sicheren Seite sein will, achtet auf eine namentlich genannte Bewilligung mit Aktenzahl und Datum. Wer auf ein breites Wettprogramm und hohe Limits setzt, findet diese eher bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung — wobei dann die österreichischen Spielerschutz-Instrumente nicht greifen.
Auffällig ist: Bei keinem der genannten Anbieter ist Squash die Kernkompetenz. Wer Squash dauerhaft spielen will, sollte das Wettprogramm mehrerer Anbieter vergleichen — Handicap, Over/Under-Games, Live-Quote, Cash-Out — und sich nicht auf eine Marke festlegen.
Was Squash-Wetten vom Markt verlangt
Squash ist ein Rückschlagsport, keine Ballsportart mit Massenpublikum. Das wirkt sich auf den Wettmarkt aus. Die Wetttiefe bei kleineren PSA-Events ist oft gering; die Quotendifferenz zwischen zwei Anbietern kann bei einem Challenger-Turnier größer sein als bei einem ATP-Event.
Wer Squash regelmäßig spielt, hat drei Werkzeuge, um Qualität zu messen:
- Quotenvergleich: Wie viel Marge tragen die Squash-Märkte im Vergleich zu Fußball? Liegt die 1X2-Marge im mittleren einstelligen Bereich, ist das für Squash in Ordnung.
- Marktabdeckung: Wie viele Squash-Märkte führt der Anbieter vor Turnierbeginn? Handicap, Over/Under, Satz-Correct-Score, Live-Quote?
- Live-Funktionen: Cash-Out, vorzeitige Auszahlung, Quotierung während des Spiels — was nicht jeder Anbieter für Squash anbietet.
Ergänzend zählt das, was bei jeder Wette zählt: Welche Limits greifen, wie schnell wird ausgezahlt, welche Gebühr schmälert den Gewinn. Die Wettgebühr von 5 % wird nicht jeder Anbieter gleich weitergeben — wer das selbst vergleicht, kann sich die ein oder andere Euro im Jahr sichern.
Wettgebühr und Steuern: was am Ende bleibt
Die Wettgebühr wird vom Anbieter geschuldet, nicht vom Wettkunden — das ändert nichts daran, dass sie im Gewinn fehlt, wenn der Anbieter sie weitergibt. tipp3 zieht 5 % vom Bruttogewinn ab, sobald die Wette gewonnen ist. Beispiel: 10 € Einsatz, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, Auszahlung 19 €.
Ob andere Anbieter die Gebühr ähnlich behandeln, ist nicht aus den Quellen ersichtlich. Wer auf den Cent genau plant, prüft die AGB des Anbieters oder fragt direkt beim Support nach. Wichtig: Bei Cash-Out-Gewinnen entfällt der Abzug bei tipp3, ebenso bei Ja/Nein- und „Alle 7“-Wetten — drei Sonderfälle, die einen Blick in die AGB lohnen.
Für Wettgewinne von Privatpersonen gilt: Eine spezielle Wettsteuer für den Wettkunden kennt das österreichische Recht nicht. Was am Ende übrig bleibt, ist Bruttogewinn minus Wettgebühr minus eventueller Quellensteuern, falls das jeweilige Anbieterland solche erhebt. Wer größere Beträge bewegt, fragt einen Steuerberater oder das Finanzamt.
Zahlungswege und Auszahlung
Welche Zahlungswege ein Anbieter anbietet, ist dessen Sache und nicht bundeseinheitlich geregelt. Bei österreichischen Anbietern sind üblicherweise Banküberweisung, Kreditkarte und E-Wallets im Angebot; manche akzeptieren auch Sofortüberweisung oder Paysafecard. Anbieter ohne österreichische Bewilligung bieten typisch zusätzlich Kryptowährungen oder E-Wallets mit größerer Auswahl an.
Es gibt derzeit keine spezielle österreichische Regel, die Zahlungswege für Sportwetten einschränkt oder verbietet. Im Glücksspielreformgesetz 2026 ist ein Zahlungsblock als geplantes Instrument für GSpG-Glücksspiel vorgesehen; Sportwetten sind nicht erfasst.
Wer auf einen Anbieter ohne österreichische Bewilligung setzt, sollte die Auszahlungswege und -zeiten vor der ersten Einzahlung prüfen — manche dieser Anbieter zahlen nur langsam oder nur per Überweisung auf ein Konto im eigenen Land.
Zusammenfassung: was eine Squash-Wette in Österreich ausmacht
Squash ist nicht der Hauptmarkt der meisten österreichischen Buchmacher. Die Wettprogramme sind schmaler, die Margen höher, die Live-Quoten seltener. Wer auf Squash setzt, sollte das Turnierprogramm vergleichen, die Quoten prüfen, Cash-Out und Live-Quote im Auge behalten.
Rechtlich gilt: Es gibt keine bundesweite Lizenz und keine bundesweite Selbstsperre. Wer eine österreichische Bewilligung sucht, schaut ins Impressum oder in die Wettordnung des Anbieters. Wer das nicht tut, wettet unter Umständen auf einem anderen Rechtsboden.
Die Wettgebühr von 5 % wird seit April 2025 erhoben. Sie schmälert den Gewinn, sie ist nicht abwählbar, sie ist transparent — zumindest bei den Anbietern, die offen damit umgehen.
Welcher Anbieter der richtige ist, hängt davon ab, was der Wettkunde sucht. heimische Bewilligung, breites Wettprogramm, hohe Limits, EU-Lizenz, Kryptoakzeptanz — die hier genannten zehn Anbieter decken unterschiedliche Profile ab. Wer die Schwerpunkte kennt, wählt den Anbieter, der zum eigenen Wettverhalten passt.
Häufige Fragen zu Squash-Wetten in Österreich
Wie läuft eine Wette auf Squash ab, vom Einsatz bis zur Auszahlung?
Der Wettkunde wählt ein Squash-Event im Wettprogramm, entscheidet sich für einen Markt (Match-Winner, Handicap oder Over/Under), gibt den Einsatz ein und schließt die Wette ab. tipp3 erlaubt Einzelwetten erst ab Quote 1,06. Nach Spielende rechnet der Anbieter ab: Bei Gewinn wird der Bruttogewinn ausgezahlt, bei tipp3 nach Abzug der 5 %-Wettgebühr vom Gewinn. Die Auszahlung erfolgt auf das hinterlegte Konto, in der Regel per Banküberweisung.
Wer erteilt in Österreich die Bewilligung für Sportwetten, und gilt sie bundesweit?
Die Bewilligung erteilt das jeweilige Bundesland: In Niederösterreich die NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz, LGBl. Nr. 58/2020), in Oberösterreich die Oö. Landesregierung (Oö. Wettgesetz), in Wien der Magistrat (Wiener Wettengesetz, LGBl. Nr. 26/2016), in Tirol die Tiroler Landesregierung. Eine bundesweite Bewilligung gibt es nicht; die Bewilligung gilt im jeweiligen Bundesland, sie wird im Impressum oder in der Wettordnung des Anbieters ausgewiesen.
Wie wird der mögliche Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Bruttogewinn ist Einsatz × Quote. Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 sind das 20 €. Bei tipp3 wird davon die 5 %-Wettgebühr abgezogen, sodass 19 € ausgezahlt werden. Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps zu einer Gesamtquote; der Gewinn ist dann Einsatz × Gesamtquote, ebenfalls abzüglich der Wettgebühr bei österreichischen Anbietern.
Was bedeutet die Marge, die in jeder Quote eines Buchmachers steckt?
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher vom Umsatz behält. Sie berechnet sich aus der Auszahlungsquote: 1 ÷ (Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes). Bei einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1,90/1,90 ergibt das eine Auszahlungsquote von 95 % und eine Marge von 5 %. Bei Squash ist die Marge in der Regel höher als bei großen Fußball-Ligen, weil weniger Liquidität im Markt ist.
Seit wann beträgt die Wettgebühr 5 % des Einsatzes, und wer schuldet sie?
Die Wettgebühr beträgt seit dem 1. April 2025 5 % des Wetteinsatzes (zuvor 2 %). Geschuldet wird sie vom Anbieter, der die Wette abschließt oder vermittelt (Wettgebühr, § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG, geändert durch BGBl. I Nr. 7/2025). Wie der Anbieter die Gebühr weitergibt, ist seine Entscheidung: tipp3 trägt sie bei verlorenen Wetten selbst und zieht 5 % vom Gewinn gewonnener Wetten ab.
Gibt es in Österreich eine bundesweite Selbstsperre für Sportwetten, oder gilt sie nur je Anbieter?
Eine bundesweite Selbstsperre für Sportwetten gibt es nicht. Das Glücksspielreformgesetz 2026 (Stand 14.10.2026 im Entwurf) plant ein Sperrregister für GSpG-Glücksspiel, Sportwetten fallen nicht darunter. Die Selbstsperre gilt je Anbieter: tipp3 etwa bietet 1, 2 oder 3 Jahre, Win-Back erst nach Ablauf. Eine Sperre bei einem Anbieter wirkt nicht bei einem anderen.
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