Livewetten in Österreich 2026
Loading...
Anzahl der Live-Wetten und Konditionen: Stand November 5, 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungen und Wettbedingungen der Landesregierungen.
Wer in Österreich live auf ein laufendes Spiel setzen will, landet schnell bei einer grundlegenden Frage: Ist der Anbieter in Österreich bewilligt, und welche Regeln gelten? Wer mit einem ausländischen Buchmacher spielt, spielt ohne diese Absicherung durch eine Landesbehörde. Die Rechtslage, das Angebot und das, was eine Livewette den Wettkunden tatsächlich kostet – von der Wettgebühr über die Annahmezeit bis zum Cashout – zeigen, worauf es ankommt.
Grundlagen: Was eine Livewette eigentlich ist
Eine Livewette ist eine Wette, die noch während des laufenden Spiels angenommen wird. Die Annahme endet erst nach dem Anpfiff, gegebenenfalls zuzüglich einer kurzen Karenzzeit. Das ist der ganze Unterschied zur klassischen Pre-Match-Wette – und der einzige, der zählt: Sobald das Spiel läuft, reagiert der Wettanbieter auf den Spielverlauf, und der Wettkunde reagiert auf den Wettanbieter.

Der typische Aufbau folgt immer demselben Muster. Ein Ereignis – ein Tor, eine Rote Karte, ein vergebener Elfmeter – triggert beim Buchmacher eine Quotenanpassung oder eine Sperre der Wettabgabe. Die Anpassung läuft teils automatisch, gesteuert von Spielstand, Einsatzverteilung und Spielzeit. Der Wettkunde sieht auf seinem Wettschein, dass die Quote für „nächstes Tor Heimteam“ gerade von 2,10 auf 1,80 gefallen ist, und muss sich entscheiden, bevor die nächste Sperre kommt.
Zu den beliebtesten Live-Wettarten gehört seit Jahren die Wette auf das nächste Tor, die Restzeitwette und die „Tore ab jetzt“-Wette. Deren Marktanteil wird auf rund 60 bis 70 Prozent des Live-Umsatzes geschätzt. Das ist kein Zufall, sondern ein Hinweis auf das, was Livewetten eigentlich sind: kurzfristige Wetten auf den Spielverlauf, nicht auf das Endergebnis.
Was bei einer Livewette nicht geht, ist das Ausnutzen eines Informationsvorsprungs vom Spielfeldrand – das sogenannte Courtsiding, also das Wetten aus dem Stadion heraus unter Ausnutzung der Zeitverzögerung bei der Quotenanpassung. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Form des Wettbetrugs, die in Österreich ebenso strafrechtlich verfolgt wird wie anderswo in Europa.
Welche Märkte es gibt
Wer bei einem österreichischen Buchmacher mit Land-Bewilligung live wettet, sieht typischerweise diese Märkte:
- Ergebniswetten zum Spielstand (1/X/2, mit und ohne Doppelte Chance)
- Tore ab jetzt / Nächstes Tor, oft auf ein Team oder einen Spieler beschränkt
- Über/Unter zu einem bestimmten Restspielstand (z. B. „über 1,5 Tore ab der 60. Minute“)
- Handicap-Wetten, die sich mit jedem Tor neu kalibrieren
- Eckball-, Karten- und andere statistische Märkte, je nach Anbieter und Sportart
Was davon live angeboten werden darf, hängt vom Bundesland ab, in dem der Anbieter seine Bewilligung hat. Dazu mehr im Abschnitt zur Rechtslage.
Was die Quote eigentlich sagt
Eine Quote von 2,50 ist kein Versprechen, sondern eine Einschätzung des Buchmachers. Die Auszahlungsquote – also der Anteil der Einsätze, den ein Markt langfristig an die Wettkunden zurückgibt – ergibt sich aus der Formel 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ) über alle möglichen Ausgänge. Bei einer 1/X/2-Wette mit den Quoten 2,50 / 3,40 / 2,90 wäre die Auszahlungsquote rund 92 Prozent, die Buchmacher-Marge also rund 8 Prozent. Das ist die Größe, an der jede Wette gemessen werden sollte – nicht an der Quote allein.
Rechtslage: Warum es keine österreichische Livewetten-Lizenz gibt
Österreich hat keine nationale Sportwetten-Lizenz und keine nationale Sportwetten-Behörde. Sportwetten sind nach bundesgerichtlich festgestellter Rechtsauffassung kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes (GSpG); der Verwaltungsgerichtshof hat das mit Erkenntnis vom 2.7.2015 (Ro 2015/16/0019) festgehalten. Damit fallen sie auch nicht unter die Konzession des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) und nicht unter die Aufsicht der Finanzämter.

Die Folge: Wer in Österreich Sportwetten – auch Livewetten – anbietet, braucht eine Bewilligung des jeweiligen Bundeslandes. Jedes der neun Bundesländer hat ein eigenes Wettgesetz und eine eigene Landesregierung als Bewilligungsbehörde. Die wichtigsten drei sind:
- Niederösterreich: NÖ Wettgesetz, LGBl. Nr. 58/2020 vom 27.05.2020; zuständig das Amt der NÖ Landesregierung. Auf dieser Grundlage beruhen die Bewilligungen von tipp3 (Bescheid vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020) und der Sportwetten von win2day.
- Oberösterreich: Oö. Wettgesetz, novelliert 2021; zuständig die OÖ Landesregierung. Auf dieser Grundlage beruht die Bewilligung von Admiral.
- Wien: Wiener Wettengesetz, LGBl. Nr. 26/2016; zuständig der Magistrat der Stadt Wien. Auf dieser Grundlage ist unter anderem die Bewilligung weiterer Anbieter zu prüfen.
Ein einheitliches Bundesgesetz, eine zentrale Liste lizenzierter Buchmacher oder eine zentrale Sperrdatei für Sportwetten gibt es in Österreich nicht. Die VwGH-Rechtsprechung vom 9.4.2026 (Ra 2025/02/0037) bindet die Bewilligungspflicht zudem an den Ort, von dem aus der Anbieter seine Daten bereitstellt – ein Anbieter, dessen Server außerhalb Oberösterreichs steht, fällt nach dieser Lesart nicht unter das Oö. Wettgesetz.
Was das für Livewetten bedeutet
Welche Live-Märkte zulässig sind, regelt das jeweilige Landesgesetz. Wien erlaubt nur Livewetten auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, nicht auf einzelne Spielereignisse „in Echtzeit“. Oberösterreich erlaubt Livewetten nur auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis sowie auf „nächster Torschütze“. Was Niederösterreich aktuell erlaubt, ist aus den vorliegenden Quellen nicht abschließend dokumentiert.
Das hat Folgen für den Wettkunden: Wer in Wien mit Admiral live wettet, bekommt ein anderes Live-Programm als ein Wettkunde, der auf eine in Niederösterreich bewilligte Plattform zugreift. Die Quote, die in Wien angeboten werden darf, ist nicht zwingend die Quote, die in Oberösterreich angeboten werden darf.
Wer das nicht glaubt, muss nur den Wettschein eines österreichischen Anbieters mit dem eines österreichischen Anbieters aus einem anderen Bundesland vergleichen. Die Unterschiede sind keine Marotten der Buchmacher, sondern Ausfluss unterschiedlicher Landesgesetze.
Einsatzlimits und Annahmestellen
Auch die Einsatzlimits sind Landesrecht. Oberösterreich und Niederösterreich setzen die Obergrenze bei 500 € pro Wette, Wien bei 50 € pro Wette an Wettterminals ohne Bedienung. Für Online-Wetten außerhalb der Annahmestelle ist die Lage uneinheitlich – die jeweilige Landesbewilligung entscheidet.
Für eine Wette im Wettlokal heißt das: Wer in einem oberösterreichischen Trafik-Annahmestelle mehr als 500 € setzen will, bekommt keine Annahme – nicht weil der Buchmacher das nicht will, sondern weil das Gesetz es verbietet. Diese Limits stehen nicht in den AGB des Anbieters, sondern im Wettgesetz.
Wer ohne Bewilligung anbietet
Ausländische Anbieter mit Lizenzen aus Malta, Curaçao oder Anjouan haben keine österreichische Bewilligung. Ihre Rechtslage in Österreich ist umstritten: Sie hängt davon ab, von wo aus sie ihre Daten bereitstellen, welches Landesrecht greift und wie die Landesregierungen die Anwendung ihrer Wettgesetze auf ausländische Server auslegen.
Was sich sagen lässt: Eine ausländische Lizenz ist keine österreichische Bewilligung; keine österreichische Behörde führt eine Liste solcher Anbieter; es gibt keine österreichische Stelle, bei der man sich über das Produkt eines ausländischen Anbieters beschweren kann; und die österreichische Spielersperre (Selbstsperre) greift dort nicht. Strafen für unzulässige Anbieter sind in Wien bis zu 22.000 €, in Oberösterreich bis zu 20.000 €; sie treffen den Anbieter, nicht den Wettkunden. Es wurde keine österreichische Rechtsprechung gefunden, nach der ein Wettkunde seine Verluste bei einem ausländischen Anbieter zurückgefordert hätte.
Das ist die saubere Trennung, die jeder Wettkunde verinnerlicht haben sollte, bevor er sich bei einem Anbieter ohne erkennbare Land-Bewilligung anmeldet: „lizenziert in Malta“ ist nicht „in Österreich bewilligt“.
Spielerschutz: Was das Gesetz vorschreibt – und was nicht
Die wichtigste Aussage vorweg: Es gibt in Österreich kein bundesweites Einzahlungslimit, keine bundesweite Sperrdatei und keinen bundesweiten Standard für Spielerschutz bei Sportwetten. Jedes Bundesland regelt das selbst, jeder Anbieter füllt es mit eigenen Regeln.
Was das Land vorschreibt
Das Wiener Wettengesetz und das Oö. Wettgesetz setzen die Altersgrenze auf 18 Jahre – das gilt für Annahmestellen, Terminals und Online-Angebote gleichermaßen. Eine Selbstsperre existiert in beiden Landesgesetzen, allerdings pro Anbieter und pro Land. Wer sich in Wien selbst sperren lässt, ist in Oberösterreich nicht automatisch gesperrt. Die Wiener Sperre kann zudem nicht vor Ablauf von zwei Jahren aufgehoben werden.
Eine bundesweite Sperrdatei für Sportwetten ist nicht in Kraft. Das Glücksspielreformgesetz 2026, das zum Stichtag 14.10.2026 noch im Gesetzgebungsprozess war, sieht zwar ein Sperrregister und ein Limitregister vor – beide gelten aber für GSpG-Glücksspiel (Lotterien, Casino), nicht für Sportwetten. Sportwetten bleiben außen vor.
Was der Anbieter selbst macht
Die meisten österreichischen Anbieter mit Land-Bewilligung bieten eine Selbstsperre an. Bei tipp3 sind das drei Stufen: eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten (das Guthaben bleibt auf dem Wettkonto) und eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren (das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto ausgezahlt). Beide Sperren sind nach Beginn nicht mehr aufhebbar.
Beim win2day-Sportwettenangebot gilt zusätzlich ein Einzahlungslimit: bis zum Alter von 26 Jahren höchstens 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren höchstens 1.680 € pro Kalendermonat. Das Limit ist auf Antrag individuell anpassbar; Gewinne zählen nicht zum Limit. Das ist eine der strengeren Eigenregelungen im österreichischen Markt und ein Hinweis darauf, dass Anbieter mit Land-Bewilligung den Spielerschutz nicht nur dem Gesetz überlassen.
Für ausländische Anbieter ohne Land-Bewilligung gilt: keine österreichische Stelle überwacht die Einhaltung dieser Regeln, kein österreichisches Limit greift dort, und die österreichische Selbstsperre hilft dort nicht. Wer bei einem solchen Anbieter spielt, spielt mit den Limits, die dieser Anbieter selbst setzt – oder auch nicht.
Hilfsangebote
Wer in Österreich Spielprobleme hat oder eine Pause braucht, kann sich an die Anbieter wenden (Selbstsperre pro Anbieter) oder an die zentrale Anlaufstelle Spielsuchthilfe und die Plattform playsponsible.at. Beide Angebote sind österreichweit und unabhängig vom Anbieter erreichbar. Was sie nicht können: eine ausländische Plattform sperren, die keine österreichische Bewilligung hat.
Oppositionsanträge, die es noch nicht ins Gesetz geschafft haben
In Steiermark und Niederösterreich sind 2025 parlamentarische Initiativen eingebracht worden, die ein bundesweit einheitliches Sportwetten-Limit und eine zentrale Sperrdatei verlangen. Beide Initiativen sind zum Stichtag nicht beschlossen. Das ist erwähnenswert, weil es zeigt, dass die Lücke im Spielerschutzsystem erkannt ist – aber nicht, dass sie bereits geschlossen wäre.
Spielverlauf und Cashout: Wie Livewetten technisch ablaufen
Livewetten sind Wetten unter Zeitdruck. Der Spielverlauf steuert sowohl die Quote als auch die Annahme – und damit sowohl die Chance als auch das Risiko des Wettkunden. Wer das technische Gerüst nicht versteht, zahlt dafür.
Annahmezeit
Bei Interwetten dauert die Annahme einer Livewette nach deren eigenen Angaben typischerweise 5 bis 10 Sekunden. Das ist ein branchenüblicher Wert. In dieser Zeitspanne muss die Wette vom Wettkunden abgeschickt, vom System geprüft, mit der Quote abgeglichen und im Wettkonto verbucht werden. Bei schnellen Sportereignissen – einem Tennis-Aufschlag, einer Ecke im Fußball – kann diese Spanne zu lang sein: Wer auf „nächster Punkt Spieler A“ setzt, während Spieler A gerade Aufschlag hat, muss damit rechnen, dass die Annahme erst durchgeht, wenn der Punkt schon gespielt ist.
Die Annahmezeit ist auch der Grund, warum Buchmacher in kritischen Spielsituationen die Wettabgabe sperren. Bei tipp3 wird die Wettabgabe bei einem Elfmeter unterbrochen, bis der Ausgang feststeht. Wer in dieser Phase eine Wette abschickt, bekommt sie entweder gar nicht angenommen oder erst nach der Sperre – mit der dann gültigen Quote.
Quotendynamik
Nach jedem relevanten Ereignis im Spiel – einem Tor, einer Roten Karte, einem vergebenen Elfmeter – passen Buchmacher die Quoten an oder sperren die Annahme kurzzeitig. Die Anpassung läuft oft automatisch, basierend auf Spielstand, Einsatzgewichtung und Spielzeit. Wer auf eine Livewette setzt, wettet immer gegen das Modell des Buchmachers, das nach jedem Ereignis neu kalibriert wird.
Praktisch bedeutet das: Eine Quote, die vor dem 1:0 bei 2,50 stand, kann unmittelbar danach bei 4,20 stehen – und fünf Sekunden später, wenn die erste Wettwelle verarbeitet ist, wieder bei 3,80. Wer zwischen diesen Werten einsteigt, kauft sich einen Moment, in dem das Modell noch nicht an die neue Situation angepasst ist. Wer danach einsteigt, kauft sich das aktualisierte Modell.
Cashout
Cashout ist eine Funktion, mit der der Wettkunde vor Ende des Spiels aus der Wette aussteigen kann. Der Buchmacher bietet einen Betrag an, der vom aktuellen Spielverlauf abhängt; der Wettkunde nimmt an und bekommt diesen Betrag sofort ausgezahlt – unabhängig davon, wie das Spiel ausgeht. Der angebotene Betrag kommt vom Buchmacher, nicht vom Markt.
Bei tipp3 richtet sich der Cashout-Betrag nach dem Spielverlauf und steht nicht zur Verfügung, solange die Wettabgabe gesperrt ist. Bei Vierklee ist Cashout für manche Wetten möglich; der Buchmacher ist nicht verpflichtet, ein Cashout-Angebot des Kunden anzunehmen. Bei win2day ist Cashout deaktiviert, wenn die Wette als FreeBet gespielt wird – das ist eine technische Einschränkung, keine kulinarische Entscheidung.
Der Cashout-Betrag ist immer ein Betrag, den der Buchmacher aus seinem eigenen Risiko kalkuliert. Er liegt in der Regel unter dem, was die Wette bei einem Ausgang nach Buchmachermeinung noch wert wäre – sonst würde der Buchmacher Verluste machen, wenn jeder Wettkunde sofort cashouten würde. Wer cashoutet, nimmt im Schnitt weniger mit, als die Wette bei einem mittleren Ausgang bringen würde; im Gegenzug bekommt er das Risiko aus dem Wettschein.
Was bei einer Spielunterbrechung passiert
Wird ein Spiel unterbrochen – ein Gewitter, ein Stromausfall, eine Verletzung –, bleiben offene Livewetten in der Regel aktiv, bis das Ergebnis feststeht oder das Spiel offiziell abgebrochen wird. Bei einem offiziellen Abbruch richtet sich die Auswertung nach dem Wettreglement des Anbieters: Bei den meisten Buchmachern werden Wetten auf das Endergebnis storniert (Einsatz zurück), Wetten auf bereits eingetretene Ereignisse (z. B. „nächstes Tor“) werden ausgewertet, sofern das Ereignis stattgefunden hat. Was im konkreten Fall passiert, steht im Wettreglement des Anbieters – nicht in einem österreichischen Bundesgesetz.
Verfügbare Live-Spiele und Live-Ergebnisse
Die Zahl der Live-Spiele, die ein Anbieter pro Monat anbietet, variiert stark. Starsportwetten nennt bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat aus über 200 Fußballligen in mehr als 80 Ländern; das ist eine Größenordnung, die nur Anbieter mit eigener Quotenredaktion erreichen. Wer auf seltene Ligen oder Nischensportarten setzen will, sollte vor der Anmeldung prüfen, ob der Anbieter diese im Live-Programm hat – das ist in den AGB oder auf der Wettprogramm-Seite dokumentiert, nicht in einem Werbeversprechen.
Vergleich: Wer in Österreich live wetten darf – und wer nicht
Die folgende Tabelle zeigt die zehn Anbieter, die in Österreich tatsächlich am Markt sind oder von österreichischen Spielern genutzt werden. Die Reihenfolge ergibt sich aus der Frage, ob sie eine Land-Bewilligung haben oder nicht. Die Spalten sind nach der Frage gewählt, die ein Wettkunde zuerst stellen muss: Wer ist hier bewilligt, und wenn ja, von wem?
| Anbieter | Österreichische Bewilligung | Betreiber / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz, LGBl. Nr. 58/2020; Bescheid 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H., Wien |
| win2day | Bewilligung NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz, LGBl. Nr. 58/2020; nur Sportwetten, nicht Lotterie/Casino) | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH, Wien |
| Vierklee | Bewilligung Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Starsportwetten | Bewilligung eines Bundeslandes (Land und Bescheid vom Anbieter nicht veröffentlicht) | Star Sportwetten GmbH |
| Admiral | Bewilligung OÖ Landesregierung (Oö. Wettgesetz) | ADMIRAL Sportwetten GmbH, Gumpoldskirchen |
| Merkur Bets | Bewilligung eines Bundeslandes (Land und Bescheid vom Anbieter nicht veröffentlicht) | nicht ausgewiesen |
| Sportingbet | keine österreichische Bewilligung; MGA/CRP/688/2019 (Malta) | – |
| Roostino | keine österreichische Bewilligung; Curaçao | – |
| Bets.io | keine österreichische Bewilligung; Anjouan ALSI-202410047-FI2 | – |
| Wonderluck | keine österreichische Bewilligung; Anjouan | – |
Diese Tabelle trennt zwei Welten, die im Markt häufig vermischt werden: Anbieter mit einer in Österreich ausgestellten Bewilligung und Anbieter mit einer ausländischen Lizenz. Beide Gruppen werden in Österreich von Spielern genutzt, beide operieren auf eigenen Bedingungen, und beide werben mit ähnlichen Vokabeln („sicher“, „reguliert“, „lizenziert“). Die Lizenz, die ein Anbieter führt, ist in den meisten Fällen eine ausländische Lizenz, weil es in Österreich keine nationale Lizenz gibt. Eine ausländische Lizenz ist keine österreichische Bewilligung.
Wie die Marge den Vergleich beeinflusst
Was die Tabelle nicht zeigt, aber jeder Wettkunde im Kopf mitrechnen sollte: Die Auszahlungsquote eines Marktes ist das, was am Ende zählt. Bei einer Buchmacher-Marge von 5 Prozent auf 1X2-Fußball verliert ein Wettkunde auf Dauer 5 Cent pro eingesetztem Euro. Bei einer Marge von 8 Prozent verliert er 8 Cent. Das klingt nach wenig – hochgerechnet auf ein Jahr bei einem Wettkunden, der monatlich 200 € einsetzt, sind das zwischen 120 € und 192 € Verlust pro Jahr, ohne dass auch nur eine einzelne Wette „verloren“ werden muss.
Die Margen schwanken nicht nur zwischen Anbietern, sondern auch zwischen Märkten und zwischen Sportarten. Live-Märkte sind in der Regel margenschwächer als Pre-Match-Märkte, weil die schnelle Anpassung den Buchmacher teurer kommt. Über/Unter-Märkte sind oft margenschwächer als 1X2. Welche Marge ein konkreter Anbieter auf einem konkreten Live-Markt nimmt, ist nicht aus den AGB ablesbar; es lässt sich nur durch den Vergleich mehrerer Anbieter auf dasselbe Spiel zu einem bestimmten Zeitpunkt ermitteln.
Rechenbeispiel: Was eine Livewette tatsächlich auszahlt
Nehmen wir eine Livewette mit 10 Euro Einsatz und einer Quote von 2,50. Das ist ein Beispiel, kein aktuell zitiertes Preisangebot eines Anbieters.
Bei einer Quote von 2,50 bedeutet ein Einsatz von 10 Euro einen Brutto-Return von 25 Euro (10 × 2,50). Davon werden 10 Euro Einsatz abgezogen, der Nettogewinn beträgt 15 Euro. Das ist die klassische Rechnung, die jeder Wettschein einem zeigt.
In Österreich kommt die Wettgebühr von 5 Prozent hinzu, die seit dem 1. April 2025 auf alle Einsätze auf Sportwetten erhoben wird. Die Gebühr ist gesetzlich (§ 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG, geändert durch BGBl. I Nr. 7/2025) auf den Wetteinsatz berechnet, nicht auf den Gewinn. tipp3 wendet das in der Praxis so an, dass das Unternehmen die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst trägt und bei gewonnenen Wetten 5 Prozent vom Gewinn abzieht. Bei unserem Beispiel mit 10 Euro Einsatz und Quote 2,50 wäre der Bruttogewinn 20 Euro, die Gebühr 1 Euro (5 Prozent von 10 Euro), der mögliche Gewinn nach Gebühr 19 Euro.
Die Gebühr ändert nichts daran, was eine Wette kostet, wenn der Anbieter sie selbst übernimmt – sie ändert aber die Auszahlungsquote des Marktes, weil der Buchmacher weniger vom Einsatz behalten kann. Bei einer Marge von 5 Prozent und einer Wettgebühr von 5 Prozent, die der Anbieter trägt, sinkt die effektive Marge für den Anbieter; er muss das entweder über höhere Quoten oder über einen anderen Mechanismus kompensieren. Wie er das macht, ist eine Frage seines Geschäftsmodells, nicht des Gesetzes.
Anders liegt der Fall bei einer ausländischen Plattform ohne österreichische Bewilligung. Eine Wettgebühr nach österreichischem Recht fällt dort nicht zwingend an, weil der Anbieter nicht in Österreich ansässig ist; die österreichische Wettgebühr wird zwar auch auf Wetten aus Österreich mit ausländischen Anbietern erhoben, was den Anbieter aber nicht hindert, sie nicht weiterzugeben. Was ein konkreter Anbieter tatsächlich abzieht, ergibt sich aus dessen AGB – nicht aus dem österreichischen Gesetz.
Der Multiplikator bei Kombiwetten
Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps zu einer Gesamtquote. Drei Tipps zu den Quoten 2,00, 1,80 und 2,50 ergeben eine Gesamtquote von 9,00. Bei 10 Euro Einsatz wäre der Brutto-Return 90 Euro, der Nettogewinn 80 Euro. Die Wettgebühr wird auch hier auf den Einsatz berechnet (0,50 Euro), die Auszahlung nach Gebühr 89,50 Euro.
Das klingt verlockend, hat aber einen Haken: Die Auszahlungsquote einer Kombiwette ist das Produkt der Auszahlungsquoten der Einzelmärkte. Wenn jeder Einzelmarkt eine Auszahlungsquote von 92 Prozent hat (Marge 8 Prozent), hat die Kombiwette aus drei solchen Märkten eine Auszahlungsquote von rund 78 Prozent (0,92³). Bei einer Kombiwette aus fünf Märkten sind es nur noch rund 66 Prozent. Die Kombiwette ist nicht „mehr Wette fürs gleiche Geld“, sondern „weniger Wette für mehr Spannung“.
Freiwetten (FreeBets)
Bei einer Freiwette, die als FreeBet gespielt wird, ist der Einsatz häufig nicht zurückgezahlt. Das bedeutet: Wer eine 30 Euro FreeBet auf eine Quote von 3,00 setzt, bekommt bei einem Gewinn 60 Euro ausgezahlt (Bruttogewinn), nicht 90 Euro – der FreeBet-Einsatz von 30 Euro wird nicht mit ausgezahlt. Bei win2day ist das so dokumentiert; dort ist der mögliche Gewinn aus einer FreeBet „Gesamtquote × FreeBet-Einsatz abzüglich FreeBet-Einsatz“.
Eine FreeBet mit einer Quote von 3,00 ist also nicht das gleiche wie 20 Euro eigenes Geld mit derselben Quote – es ist ein Gewinn von 60 Euro statt 60 Euro, aber ohne den Verlust des 30-Euro-Einsatzes im Verlustfall. Das ist der Wert, der in der Marketingkommunikation gerne verschleiert wird.
Anbieter im Detail
tipp3 – der Standard mit NÖ-Bewilligung
tipp3 ist die österreichische Referenz im Segment der landbewilligten Sportwettenanbieter. Die Bewilligung der NÖ Landesregierung beruht auf dem NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); der Bescheid datiert vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020). Betreiber ist die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien. tipp3 ist nur auf Tipp3.at und in den tipp3-Apps erreichbar – nicht über Vertriebspartner.
Das Livewetten-Angebot funktioniert nach den Regeln des Wettanbieters: Die Wettabgabe wird bei kritischen Ereignissen (etwa einem Elfmeter) unterbrochen, bis das Ergebnis feststeht. „Ja/Nein“- und „Alle 7“-Wetten müssen als Einzelwetten abgegeben werden. Die Cashout-Funktion steht zur Verfügung, solange die Wettabgabe nicht gesperrt ist. Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Wettgebühr selbst; bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent vom Gewinn abgezogen – das ist die saubere Anwendung der Wettgebühr, wie sie das Unternehmen selbst dokumentiert.
Für den Spielerschutz bietet tipp3 die im Abschnitt Spielerschutz genannten Sperren (1, 3 oder 6 Monate Spielpause; 1, 2 oder 3 Jahre Selbstsperre). Beide Sperren sind nicht aufhebbar.
Das Urteil: tipp3 ist die Referenz für österreichische Wettkunden, die mit einer Land-Bewilligung spielen wollen. Das Live-Programm ist solide, die Cashout-Funktion arbeitet, die Spielerschutzmechanismen sind klar dokumentiert. Wer eine bestimmte Live-Markt-Tiefe sucht (z. B. asiatische Handicaps, exotische Sportarten), wird bei tipp3 nicht immer fündig – das ist die Kehrseite der Land-Bewilligung, die Märkte einschränkt.
win2day – Sportwetten der Lotterien
win2day ist das Sportwettenangebot der Österreichischen Lotterien, der Konzessionärin des Bundes für Lotterien und Casino-Spiele. Die Sportwetten selbst sind nicht Teil der Bundes-Konzession – sie beruhen auf einer eigenen Bewilligung der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz. Die beiden Regime (GSpG-Konzession für Lotto und Casino, Land-Bewilligung für Sportwetten) sind strikt zu trennen; wer bei win2day spielt, spielt bei einem Anbieter, der zwei verschiedene Aufsichtsregime unter einem Dach vereint.
Angeboten werden Einzelwetten, Kombiwetten, Langzeitwetten und Livewetten. Bei den Sportarten nennt die Seite Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1 – das ist eine schmalere Auswahl als bei internationalen Anbietern, aber breit genug für die meisten Wettkunden.
Das Einzahlungslimit ist die strengste Eigenregelung im Vergleich: 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag) bis zum Alter von 26 Jahren, 1.680 € pro Kalendermonat ab 26 Jahren. Beide Limits sind auf Antrag individuell erhöhbar; Gewinne zählen nicht zum Limit. Das ist ein Modell, das andere österreichische Anbieter so nicht anbieten.
Bei win2day ist Cashout für manche Wetten verfügbar; ist eine Wette als FreeBet gespielt, ist Cashout deaktiviert.
Das Urteil: win2day ist die erste Wahl für Wettkunden, die strenge Limits und ein seriöses, vom Bund konzessioniertes Unternehmen suchen. Das Sportwetten-Angebot ist eine Beigabe zum Lotterie-Geschäft, nicht der Kern; wer ein breites Live-Programm oder viele Spezialmärkte sucht, wird bei anderen Anbietern mehr finden.
Vierklee – Tiroler Bewilligung
Vierklee ist ein Wettbüro-Anbieter mit Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0); Betreiber ist die Vierklee Wettbüro GmbH. Der Anbieter richtet sich an Wettkunden, die eine Land-Bewilligung in Tirol suchen.
In den Wettbedingungen ist dokumentiert, dass Vierklee für manche Wetten Cash-Out ermöglicht. Der Buchmacher ist nicht verpflichtet, ein Cash-Out-Angebot des Kunden anzunehmen – das ist eine Klausel, die in Wettbedingungen häufig steht und bedeutet: Der Wettkunde kann einen Cashout vorschlagen, der Anbieter kann ablehnen. Cashout bei Vierklee ist also keine Garantie, sondern eine Option.
Vierklee ist primär über Annahmestellen und das Online-Angebot erreichbar. Das Livewetten-Programm ist nicht in den vorliegenden Quellen dokumentiert; das ist ein Punkt, den interessierte Wettkunden vor der Anmeldung im Wettprogramm selbst prüfen sollten.
Das Urteil: Vierklee ist ein seriöser Tiroler Anbieter mit klarer Land-Bewilligung. Die Cashout-Klausel ist Standard; wer in Tirol wettet oder eine spezielle Live-Markt-Suche hat, sollte das Wettprogramm vor der Anmeldung prüfen.
Starsportwetten – viele Live-Spiele
Starsportwetten ist ein österreichischer Anbieter mit einer Land-Bewilligung (Land und Bescheid vom Anbieter nicht veröffentlicht); Betreiber ist die Star Sportwetten GmbH. Das Sportwettenangebot umfasst Fußball, Eishockey, Basketball, Tennis, Handball, American Football, Baseball, Volleyball, Rugby und Darts, über 200 Fußballligen aus mehr als 80 Ländern sowie bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat.
Das ist die größte Live-Spiel-Auswahl unter den hier gelisteten Anbietern mit Land-Bewilligung. Wer auf asiatische oder südamerikanische Ligen setzen will oder in der Nacht auf ein NBA-Spiel warten möchte, findet hier in der Regel ein Programm.
Die App nennt zudem aktuelle Live-Wetten, Tageshighlights sowie Livescores und Ergebnisse. Cashout wird in den vorliegenden Quellen nicht erwähnt – das ist ein Punkt, den Wettkunden vor einer Livewette prüfen sollten.
Das Urteil: Starsportwetten ist die richtige Adresse für Wettkunden, die Live-Breite suchen und mit einer österreichischen Land-Bewilligung spielen wollen. Das Fehlen einer explizit dokumentierten Cashout-Funktion in den vorliegenden Quellen ist ein Hinweis, nicht ein Urteil – wer cashouten will, fragt vor der Anmeldung beim Anbieter nach.
Admiral – OÖ-Bewilligung und Marke der Novomatic-Gruppe
Admiral Sportwetten gehört zur ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen und war Teil der Novomatic-Gruppe. Das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war zwischen 2001 und 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung beruht auf dem Oö. Wettgesetz und ist von der OÖ Landesregierung ausgestellt.
Admiral ist eine der bekanntesten Marken im österreichischen Sportwettenmarkt; das Filialnetz ist über die Annahmestellen in Oberösterreich und weiteren Bundesländern breit. Das Online-Angebot ist über Admiral.at erreichbar.
Konkrete Livewetten-Funktionen (Annahmezeit, Cashout, Sperren bei Elfmeter) sind in den vorliegenden Quellen nicht im Detail dokumentiert. Die Bewilligung und die Marke sind dokumentiert; die technische Tiefe des Live-Angebots muss direkt beim Anbieter geprüft werden.
Das Urteil: Admiral ist eine etablierte österreichische Marke mit OÖ-Bewilligung und einer langen Marktpräsenz. Wer im Filialnetz spielt, weiß, was er bekommt; wer das Live-Programm online nutzen will, sollte die spezifischen Funktionen vor der Anmeldung prüfen.
Merkur Bets – der Nachfolger von Cashpoint
Merkur Bets ist seit Juni 2025 der neue Markenname der österreichischen Sportwetten-Sparte der Merkur Group, die zuvor als Cashpoint Sportwetten (Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996) aufgetreten ist. Der Anbieter hat eine Land-Bewilligung (Land und Bescheid vom Anbieter nicht veröffentlicht); der Betreiber ist auf der Webseite nicht ausgewiesen.
Das Angebot der Merkur-Bets-App umfasst Live- und Vorab-Wetten, Cashout sowie Einzel-, Kombi-, System- und Mehrwegwetten auf Fußball, Basketball, Tennis, American Football, Formel 1 und Olympia. Die App ist ab 18 Jahren; eine breite Auswahl an Sportarten, aber schmaler als bei Starsportwetten.
Das Urteil: Merkur Bets ist ein etablierter österreichischer Anbieter im Wandel – der Markenwechsel von Cashpoint zu Merkur Bets ist 2025 erfolgt, die operative Kontinuität ist gegeben. Wer auf Formel 1 oder American Football steht, hat hier ein solides Angebot; die Sportartenauswahl ist kleiner als bei Starsportwetten.
Sportingbet – Malta, nicht Österreich
Sportingbet ist ein internationaler Anbieter mit einer MGA-Lizenz aus Malta (MGA/CRP/688/2019). Das ist keine österreichische Bewilligung. Die Rechtslage von Sportingbet in Österreich ist umstritten und hängt vom jeweiligen Landesrecht ab; eine österreichische Behörde führt keine Liste solcher Anbieter.
Die Plattform nennt eine Reihe von Funktionen: Cash Out, Early Payout und „Wette bearbeiten“ für mobile Wetten, Live-Wetten sowie einen Konfigurator, bei dem mindestens zwei Auswahlen innerhalb eines Ereignisses kombiniert werden können. Der Konfigurator ist nur für ausgewählte Sportarten verfügbar.
Das Urteil: Sportingbet bietet Funktionen, die viele österreichische Anbieter mit Land-Bewilligung nicht oder nur teilweise anbieten – insbesondere den Konfigurator und Early Payout. Wer diese Funktionen sucht, muss akzeptieren, dass er bei einem Anbieter ohne österreichische Land-Bewilligung spielt; die Spielersperre nach österreichischem Recht greift dort nicht, ein österreichisches Einzahlungslimit gilt dort nicht, und eine österreichische Stelle überwacht das Produkt nicht.
Roostino – Curaçao, kein österreichisches Limit
Roostino ist eine Plattform mit einer Lizenz aus Curaçao. Die Plattform bietet Casino, Live Casino, Sportwetten und eine Krypto-Willkommensaktion (im Sportbereich: 100 % bis 500 USDT auf die erste Einzahlung). Die Wettbedingungen verlangen einen monatlichen Mindestumsatz von 20 € als Voraussetzung für Auszahlungen.
Das ist ein Krypto-orientierter Anbieter mit Schwerpunkt auf Casino – das Sportangebot ist eine Beigabe. Die österreichische Wettgebühr greift formal auch bei ausländischen Anbietern mit Wetten aus Österreich, was die Plattform aber nicht zwingend an die Wettkunden weitergibt; wie Roostino die Gebühr handhabt, ist individuell zu prüfen.
Das Urteil: Roostino ist eine Curaçao-Plattform mit Schwerpunkt Casino und Krypto. Das Sportwetten-Angebot ist nicht der Hauptzweck der Plattform; wer in Österreich damit spielt, spielt ohne österreichische Land-Bewilligung, ohne österreichische Spielersperre und ohne österreichisches Einzahlungslimit.
Bets.io – Anjouan und Krypto
Bets.io ist eine Plattform mit einer Lizenz aus Anjouan (ALSI-202410047-FI2). Das ist keine österreichische Lizenz. Die Plattform ist im Sportwetten-Sektor aktiv, der Schwerpunkt liegt nach den vorliegenden Quellen eher auf Casino und Krypto.
Das Urteil: Bets.io ist ein weiterer Anbieter ohne österreichische Bewilligung; die Lizenz aus Anjouan ist keine in Österreich anerkannte Lizenz. Wer dort spielt, sollte die Wettbedingungen vollständig lesen, bevor er einzahlt.
Wonderluck – Anjouan und Werbeversprechen
Wonderlack bewirbt im Sportbereich einen Erstzahlungsbonus von 100 % bis 150 €, einen wöchentlichen Reload-Bonus von 50 % bis 500 €, Cashback von 10 % bis 500 %, Accumulator Boost und Early Payout. Die konkreten Bedingungen – Mindestquote, Umsatzfaktor, Frist – sind in den AGB des Anbieters einzusehen.
Die Lizenz ist Anjouan; das ist keine österreichische Lizenz. Die Plattform ist im Sportwetten-Sektor aktiv.
Das Urteil: Wonderluck bewirbt ein breites Bonuspaket, das in der Form bei österreichischen Anbietern mit Land-Bewilligung selten ist. Der Grund ist nicht Großzügigkeit, sondern die fehlende Bindung an österreichisches Werberecht und an österreichische Bewilligungsauflagen. Wer dort spielt, sollte sich nicht vom Bonusvolumen blenden lassen, sondern die Bedingungen lesen – und akzeptieren, dass er bei einem Anbieter ohne österreichische Land-Bewilligung spielt.
Häufige Fragen
Was sind Live-Wetten, und wie funktionieren sie?
Live-Wetten sind Wetten, die noch während des laufenden Spiels angenommen werden – die Wettabgabe endet erst nach dem Anpfiff, gegebenenfalls mit kurzer Karenzzeit. Der Buchmacher passt die Quote fortlaufend an den Spielverlauf an und sperrt die Annahme bei kritischen Ereignissen wie Toren oder Elfmetern. Der Wettkunde setzt während des Spiels gegen das jeweils aktualisierte Modell des Buchmachers.
Dürfen Live-Wetten in Österreich angeboten werden, und worin unterscheiden sich Wien und Oberösterreich?
Ja, aber pro Bundesland unterschiedlich. Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis; Oberösterreich erlaubt sie auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse sowie auf „nächster Torschütze“. Die konkrete Regelung in Niederösterreich ist aus den vorliegenden Quellen nicht abschließend dokumentiert. Eine bundesweit einheitliche Regelung gibt es nicht.
Wie wirkt sich die Wettgebühr von 5 Prozent auf den möglichen Gewinn einer Live-Wette aus?
Die Wettgebühr beträgt seit dem 1. April 2025 fünf Prozent des Einsatzes und wird vom Anbieter entweder selbst getragen oder an den Wettkunden weitergegeben. Bei tipp3 wird die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst getragen; bei gewonnenen Wetten werden fünf Prozent vom Gewinn abgezogen. Beispiel: 10 € Einsatz, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 €, Auszahlung 19 €.
Wie lange dauert die Annahme einer Live-Wette, und was passiert bei steigender oder sinkender Quote?
Die Annahme dauert bei Interwetten nach deren Angaben 5 bis 10 Sekunden. Bei schnellen Sportereignissen kann das zu lang sein. Die Quote ändert sich nach jedem relevanten Spielereignis automatisch – das Modell des Buchmachers wird in Echtzeit neu kalibriert, gegebenenfalls mit kurzer Annahmesperre.
Was geschieht mit offenen Live-Wetten, wenn ein Spiel unterbrochen wird?
Offene Live-Wetten bleiben in der Regel aktiv, bis das Spiel fortgesetzt wird oder offiziell abgebrochen wird. Bei einem Abbruch werden Wetten auf das Endergebnis in der Regel storniert (Einsatz zurück); Wetten auf bereits eingetretene Ereignisse werden nach dem Wettreglement des Anbieters ausgewertet. Die konkrete Regelung steht in den AGB des Anbieters, nicht in einem Bundesgesetz.
Wie funktioniert Cashout, und wer bestimmt den angebotenen Betrag?
Cashout erlaubt dem Wettkunden, vor Ende des Spiels aus der Wette auszusteigen. Der Buchmacher bietet einen Betrag an, der vom aktuellen Spielverlauf abhängt; der Wettkunde nimmt an und bekommt diesen Betrag sofort ausgezahlt. Der Betrag kommt aus der Risikokalkulation des Buchmachers, nicht aus dem Markt – und liegt meist unter dem, was die Wette bei einem durchschnittlichen Ausgang wert wäre. Bei tipp3 steht Cashout nicht zur Verfügung, solange die Wettabgabe gesperrt ist.
Wettarten – wettscheintipps
Content created by the «wettscheintipps» team
